URZELLE ("Primordial Sphere") is my project for the 2nd phase of the public art competition for the university hospital in Heidelberg, Germany. The new building will house both, the gynecological and the dermatological unit.
The intended field of associations range from membrane skins and bubbles to the basic process of cell division to the primordial sphere of the uterus. URZELLE becomes the embodiment of growth and human life..
(the following concept is available in German only)
Die URZELLE als Verkörperung des Lebens
Wie eine Seifenhaut umspannt die Haut einer Zelle ihr druck-gefülltes Inneres. Bei der Zellteilung werden die Bestandteile der Mutterzelle auf die Tochterzellen aufgeteilt, indem zwischen ihnen neue Membranhäute ausgebildet werden. Das ist das Grundprinzip des Wachstums und die physische Grundlage allen Lebens. Auch die Fruchtblase im Mutterbauch ist nach diesem Formprinzip als ursprüngliche Zelle zu verstehen. Hier knüpfen wir unsere ersten Beziehungen und beginnen, das zu konstruieren, was wir später als „die Welt“ erfassen. Sie ist Schutzraum und Ur-Höhle.
In diesem Assoziationsfeld wird die URZELLE zur Verkörperung von Wachstum und entstehendem Leben. Unsere biologische Verfasstheit und der uns allen gemeinsame Ursprung werden spürbar.
Mit Einbruch der Dunkelheit erwacht die URZELLE zum Leben. Von Innen heraus schimmert die Haut in einem warmen, bernsteinfarbenen Licht. Später in der Nacht, wenn in der Klinik Ruhe einkehrt, wird auch das Leuchten der URZELLE gedimmt. Sie erscheint als in sich ruhender Organismus.
Die für ein Kunstwerk ungewöhnliche Konstruktion als luftgestützte, bedruckte und durchleuchtete Membranhaut unterstützt die intendierten Assoziationsfelder. Die Idee der URZELLE, ihre emotionalen und performativen Qualitäten und die Anmutung eines lebendigen Organismus können auf diese Weise überzeugend und budget-gerecht umgesetzt werden.
Als Kunst am Bau wird die URZELLE eine feste Größe im Zusammenspiel mit der Klinikarchitektur. Mitten im Kontinuum der Lichthöfe spannt sie einen emotionalen Raum auf, dessen Poetik sich aus den Deutungen und Gefühlen der Betrachter speist. Es entsteht ein Kunstwerk mit großem Identifikationspotential für die gesamte Klinik.
siehe auch folgende ältere Projekte: